Fédération des sociétés
fribourgeoises de laiterie

Freiburgischer
Milchverband

31 Juli 2026

Newsletter FMV Sommer 2026

News

In den letzten Wochen haben die Branchenorganisation Milch (BOM) und die Schweizer Milchproduzenten (SMP) mit verschiedenen Mitteilungen auf eine zu erwartende angespannte Lage im kommenden Winter hingewiesen.

Wir erinnern uns, dass während den ersten vier Monaten 2026 die Milcheinlieferungen die Vorjahresmengen um rund 5 % überstiegen haben, nachdem sie in den letzten Monaten 2025 fast 8 % über den Vorjahreswerten lagen. Dies hat nicht nur das Butterlager stark anwachsen lassen mit daraus resultierendem Preisdruck, sondern hat auch zur Erkenntnis geführt, dass die Verarbeitungskapazitäten nicht mehr denjenigen vor 10 Jahren entsprechen. Die Lastwagen stauten sich teilweise vor den Verarbeitungsbetrieben und konnten nicht abgeladen werden.

Die SMP setzt sich stark dafür ein, dass sich solche Situationen nicht wiederholen. Sie erarbeitet zurzeit konkrete Massnahmen, welche sobald wie möglich präsentiert werden. Sie schreibt in einer Mitteilung, dass um mehr Volumen verarbeiten zu können, kurzfristig die Herstellung von Massenprodukten mit geringer Wertschöpfung anderen Produkten vorzuziehen ist.

In den letzten Tagen zeichnet sich eine Trendwende beim Tiefkühllager von Butter ab. Bevor man aber von einer Entspannung sprechen kann muss sich diese Tendenz aber noch zwingend bestätigen.

Kurzfristig, kann man jedenfalls festhalten, dass die Auswirkungen der Trockenheit und der Hitzewelle stark zu spüren sind (siehe Artikel weiter unten). Erstmal seit März sind die Preise für Schlachtkühe rückläufig.

Am 25. Juli 2026 hat die Sortenorganisation Vacherin Fribourgeois eine Einschränkung von 5% auf die Produktionsmenge 2026 angekündigt für traditionellen Vacherin. Für Bio beträgt die Einschränkung 10%.

Einige Tage später hat auch die Sortenorganisation Gruyère die temporäre Einschränkung 2026 von 3% auf 5% für den traditionellen Gruyère erhöht. Für Bio wurde die temporäre Einschränkung 2026 auf 14 % erhöht.

Es handelt sich hierbei um Vorsichtsmassnahmen. Die Sortenorganisation Gruyère beruft sich auf ein höheres Lager als vorgesehen und Druck bei den Exporten. Die Sortenorganisation Vacherin Fribourgeois sieht neben den Exportschwierigkeiten auch eine unsichere Entwicklung auf dem Inlandmarkt.

Das Büro des FMV arbeitet zurzeit an der Aktualisierung der Lieferrechte

Um den Industriemilchkanal nicht zusätzlich unter Druck zu setzen (siehe Artikel zu diesem Thema), ist es von grösster Wichtigkeit, dass diese Einschränkungsmengen nicht produziert werden. Der FMV mit Unterstützung der Delegierten der beiden Sortenorganisationen appelliert an jeden einzelnen Milchproduzenten sowie an die Produktionsstätten sich verantwortungsvoll und solidarisch zu verhalten

2025 verzeichnete der Dachverband der Schweizer Milchproduzenten (SMP) Mehreinnahmen bedingt durch die hohen Milcheinlieferungen ab Ende Sommer. Die Delegierten haben beschlossen den Produzenten diese Mehreinnahmen via TSM zurückzuerstatten in Form einer Beteiligung an den Restkosten zur Milchprüfung 2025

Es wurden bereits zwei E-Mails sowie eine SMS zur Erinnerung verschickt.Wenn ihr die Freigabe noch nicht gemacht habt, müsst ihr den folgenden Link öffnen.

Lest die Informationen, kreuzt die Bestätigung an und validiert das Ganze.Der Status sollt nun auf « APPROVED » wechseln. Der Betrag von SFr. 44.— wird Mitte August 2026 auf eurer bei dbmilch registriertes Konto überwiesen

Ohne diese Freigabe kann euch der Betrag nicht ausbezahlt werden

Der Dachverband der Schweizer Milchproduzenten lädt alle Milchproduzentinnen und Milchproduzenten zu seinen Regionaltagungen ein. Für die Westschweiz findet die Tagung am 20. November 2026 statt (auf Französisch). Am 27. November 2026findet die gleiche Veranstaltung auf Deutsch statt (Region Mitte Sud), oder am 14. Januar 2027 (Region Mitte-Nord). Zeit und Ort bleiben noch zu bestimmen und werden Euch baldmöglichst mitgeteilt.

Ihr könnt an den Tagungen auch Online und zwar an den folgenden Daten: Mittwoch, 3. Februar 2027, 19.30 Uhr - Online-Regionaltagung Französisch oder am Mittwoch, 10. Dezember 2027, 19.30 Uhr - Online-Regionaltagung Deutsch.

Die Informationsversammlungen des FMV in Zusammenarbeit mit den Sortenorganisationen finden am 1. Dezember 2026 um 20.00 Uhr in Le Crêt statt (auf Französisch) und am 3. Dezember 2026 um 20.00 Uhr in Tafers (auf Deutsch).

Wenn die Betriebsform geändert wird (Einzelbetrieb, Betriebszweiggemeinschaft, Betriebsgemeinschaft) muss die Anmeldung für den grünen Teppich neu gemacht werden. Dies gilt auch für die Käsereimilchproduzenten (Vermarktung des Rahms). Bei einem Milchkäuferwechsel muss dies auch geprüft werden.

SMP organisiert einen Wettbewerb für alle, welche eine « swissmilk green » Hoftafel auf ihrem Betrieb montiert haben. Um am Wettbewerb teilzunehmen braucht ihr nur ein Foto eurer Hoftafel bis am 30. Oktober 2026 per mail einzusenden an produzenten@swissmilk.ch. Ihr könnt Landi Gutscheine gewinnen. Mehr Infos unter swissmilk.

Fieber, Durchfall und Produktionsabfall. Viele Milchproduzentinnen und Milchproduzenten machen die gleichen Beobachtungen. Im Schweizer Bauer vom 22. Juli informieren die Milchkäufer über einen Rückgang der Milcheinlieferungen von 10% bis 15 % im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Der Rindergesundheitsdienst Schweiz (RGS) beobachtet unterschiedliche Schweregrade der Symptome. Die meisten Tiere erholen sich, finden aber nicht auf ihr vorheriges Produktionsniveau zurück. Bis heute konnte die genaue Ursache noch nicht mit Bestimmtheit festgestellt werden. Es scheint aber in den meisten Fällen eine Folge von Hitzestress zu sein. Der Artikel von RGS gibt detaillierter Auskunft hier.

Diese Gesundheitslage verschärft die von der Trockenheit ohnehin schwierige Prognose für das erste Semester Der Preis der Schlachtkühe ist seit März das erste Mal wieder rückläufig. In der Westschweizer Radiosendung « Forum » vom 22. Juli 2026 hat Staatsrat Didier Castella Massnahmen für die Alpbetriebe angekündigt insbesondere werden die Beträge nicht gekürzt, wenn der Minimalbestoss nicht erreicht werden kann.

Der Bund hat interaktive Karten entwickelt, um die Ertragsentwicklung und die Anzahl niederschlagslose Tage zu simulieren, gemäss einem optimistischen und einem pessimistischen Szenario in einem Zeithorizont 2045-2074. Hier findet ihr den Link.


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